Goethes Phaeton

Oprettet: 20.04.2016 - 17:56
Johan Wolfgang Goethe

Jeg har i tidligere blogindlæg omtalt det græske drama Phaeton og hvordan det er blevet bearbejdet - også i nyere tid.

 

Goethe bearbejdede Euripides´ drama Phaeton i begyndelsen af 1823. Det lykkedes ham, ud fra de fragmenter der findes af den oprindelige tekst, at rekonstruere digtet.

Goethe har beskrevet hvordan Phaeton betog ham så stærkt, at han måtte forsøge at genskabe det.

 

Goethes bearbejdning adskiller sig væsentligt fra Ovids udgave i Forvandlinger.

Den strenge uomgængelige livsbane som Phaeton gennemløber, er mere ægte i Euripides´og Goethes udgave end i Ovids.

I Antikkens litteratur omtalte jeg, at Euripides udgave kunne være en genspejling af samfundsforholdene. Det er der belæg for i Goethes udgave, hvor han citerer Phaeton for at sige: 

 

"Es sei gesagt! Den Reichen ist es eingezeugt

Feige zu sein; was aber ist die Ursach des?

Vielleicht dass Reichtum, weil er selber blind,

der Reichen Sinn verblendet wie des Glücks."

 

 Man fornemmer virkelig det intense drama, sådan som det må være blevet opført i det antikke teater, ca. 400 år før vor tidsregning. Goethes rekonstruktion kan ses i Ästhetische Schriften 1821-24, Über Kunst und Alertum III-IV, Deutscher Klassiker Verlag, 1998.


Her følger en prøve fra teksten:

Prolog

Des Okeans, der Thetis Tochter, Klymenen

Umarmt als Gatte Merops dieses Landes Herr,

Das von dem vier bespannten Wagen allererst

Mit leisen Strahlen Phoebus morgendlich begrüßt;

Die Glut des Königs aber wie sie sich erhebt,

Verbrennt das Ferne, Nahes aber mäßigt sie.

Dies Land benennt ein nachbar-schwarzgefärbtes Volk

Eos die glänzende, des Helios Rossestand.

Und zwar mit Recht, denn rosenfingernd spielt zuerst

An leichten Wölkchen Eos bunten Wechselscherz.

Hier bricht sodann des Gottes ganze Kraft hervor,

Der Tag und Stunden regelnd alles Volk beherrscht,

Von dieser Felsenküsten steilem Anbeginn

Das Jahr bestimmt der breiten ausgedehnten Welt.

So sei ihm denn, dem Hausgott unserer Königs-Burg,

Verehrung, Preis und jedes Morgens frisch Gemüt

Auch ich der Wächter ihn zu grüßen hier bereit,

Nach diesen Sommernächten, wo's nicht nachten will,

Erfreue mich des Tages vor dem Tagesblick,

Und harre gern, doch ungeduldig, seiner Glut,

Die alles wieder bildet was die Nacht entstellt.

So sei denn aber heute mehr als je begrüßt

Des Tages Anglanz. Feiert prächtig heute ja.

Merops der Herrscher seinem kräftig einzigen Sohn

Verbindungsfest mit Gottgezeugter Nimphenzier;

Deshalb sich alles regt und rührt im Hause schon.

Doch sagen andere — Mißgunst waltet stets im Volk -

Daß seiner Freuden innigste Zufriedenheit

Der Sohn, den er vermählet heute, Phaethon

Nicht seiner Lenden sei, woher denn aber wohl?

Doch schweige jeder, solche zarte Dinge sind

Nicht glücklich anzurühren, die ein Gott verbirgt.

 

PS. Min interesse for Phaeton udsprang af arbejdet med Materialismens filosofi der netop er udkommet. Se dette link: http://bibliotek.dk/linkme.php?rec.id=870970-basis%3A52262100